A
 
 
Jakob Abplanalp-Huggler
Rose mit Schmetterling
Diverse
Arnold Annen
Bowls
Keramikdesign
Herbert Auchli
"SBB: abwarten und bahnfahren"
Grafikdesign
Andreas Baumann
Schmuckkassette
Produktdesign
Andreas Baumann
Cellospieler
Diverse
Susi Berger-Wyss
Bruno Baeriswyl, Ueli Berger, Pierre Chevalley
Grafikdesign
Doris Berner
Schmuckkollektion
Schmuckdesign
Donald Brun
Tenta
Grafikdesign
Stephan Bundi
"John Lurie, Lounge Lizards"
Grafikdesign
Emil Cardinaux
"Loeb: Neubau Eröffnung Bern"
Grafikdesign
Emil Cardinaux
"Kinder Jacken: B. Fehlbaum, Kramgasse 33, Bern"
Grafikdesign
Plinio Colombi
Sport invernale in Svizzera CFF
Grafikdesign
Alfred Friedrich Engel
Fotorahmen
Schmuckdesign
Maurizio Ferrari
Silhouettes
Keramikdesign
Klaus Fischer und Bangerter Walter
«Bigla Stahlmöbel, Büro-Organisationen, Oberholzer Zürich»
Grafikdesign
Fritz Geissbühler
Trachtenschmuck
Schmuckdesign
Marion Geissbühler
3 Broschen und 1 Anhänger an Stahlsaiten aus altem Trachtenschmuck
Schmuckdesign
Fritz Geissbühler
Zwei Fotorahmen
Diverse
Elsi Giauque
Stundenglas
Mode- und Textildesign
Danielle Gisiger
Abendkleid mit Zipfeln
Mode- und Textildesign
Gravierschule Technikum Biel
Ornamentblech
Diverse
Gravierschule Technikum Biel
Maiglöckchen
Diverse
Gravierschule Technikum Biel
Ornamentbleche
Diverse
Simone Gugger
Lichtblicke
Schmuckdesign
Alfred Halblützel
Neue Metallmöbel
Grafikdesign
Martin Halter
Dialog/IV
Grafikdesign
Nathalie Heid
Wasserurne
Keramikdesign
Eugen Henziross
Besucht den grossen Kornhauskeller in Bern
Grafikdesign
Alain Toni Horst
Inside out
Keramikdesign
Max Huggler
Wanderer mit Hut (Landstreicher)
Diverse
Hans Huggler-Wyss
Brienzer Bauer
Diverse
Hans Huggler-Wyss
Sitzender Jagdhund auf Sockel
Diverse
Brigitte Keller
Strohhut
Mode- und Textildesign
Sangwoo Kim
Winter, Frühling
Keramikdesign
Claude Kuhn
"Hahn & Henne"
Grafikdesign
Debora Kurer
Lass uns Suppe essen
Keramikdesign
Linck Keramik
Vasen V9/3 bleu claire, V4 rose und V63 bleu carbone
Keramikdesign
Gottlieb Lindenmaier
Kette mit Korallen, Armband mit Faltung, Modell für Faltung
Schmuckdesign
Bernhard Luginbühl
teo jakob: 40 Jahre Bern-Genève
Grafikdesign
Maison Bing Paris
Wandplättchen
Diverse
Karl Moser
Werkstücke aus Eisen
Produktdesign
Friedrich Müller
Jago-Triply
Schmuckdesign
Andréas Netthoevel und Gaberthüel Martin
"raum-design, k.h. netthoevel biel", aus der 7teiligen Plakatserie mit dem Namen "Chairs"
Grafikdesign
Andréas Netthoevel und Gaberthüel Martin
raum-design
Grafikdesign
PortenierRoth
Croisière 12 - 14
Mode- und Textildesign
Jürg Ramseier
Ribcaps
Mode- und Textildesign
Pascal Reimann
Möbel-Ensemble "4-1-4" und CHEZ
Produktdesign
Javier Reyes
Kleid indigoblau, Kleid offwhite, Kleid schwarz, Regenmantel olive
Mode- und Textildesign
Paul Rothen und Rothen Alfred Jun.
Rothen
Grafikdesign
Ernst Ruprecht
"Grand Prix Suisse pour Motocyclettes"
Grafikdesign
Aschi Rüfenacht
Rosenschalen
Keramikdesign
Markus Rätz
Markus Rätz, Kunsthalle Bern
Grafikdesign
Sammlung Welti / Collection Welti
Diverse
Laurin Schaub
Landscapes as Vessels
Keramikdesign
Franziska Schott und Schibig Marco
Michelangelo Pistoletto, Fraktale, neues Kunstmuseum Luzern, 14.10.2000 - 28.1.2001
Grafikdesign
Robert Sessler
Gut geformtes Gerät
Grafikdesign
Simone Stocker
Ava
Keramikdesign
Simone Stocker
Luso
Keramikdesign
Jakob Stucki
Weinlese
Keramikdesign
Jakob Stucki
Griechin auf Pferd
Keramikdesign
Jakob Stucki
Zirkusross, Bulle und Brüllender Stier
Keramikdesign
Jakob Stucki
Frau auf Pferd
Keramikdesign
Hans Thöni
"Respectez signes et signaux"
Grafikdesign
Hans Thöni
(Zweiter) II. Grosser Preis der Schweiz für Automobile Bern, 25. August 1935
Grafikdesign
Albert Trauffer
Wildschwein
Diverse
Otto Tschumi
Langenthaler Porzellan, Leinen, Möbel, Teppiche
Grafikdesign
Unbekannter Grafiker
25 Jahre Keramische Fachschule Bern
Grafikdesign
VIENTO
Kollektionen
Mode- und Textildesign
Jacques Widmer
Berner Jubiläumsschild
Diverse
Marcel Wyss
swb - form -forum. Ausstellung, Vorträge und Filme über Fragen der Formgebung, veranstaltet von der Ortsgruppe Bern des Schweizerischen Werkbundes SWB, Gewerbemuseum Bern
Grafikdesign
Othmar Zschaler
Haarschmuck
Schmuckdesign
Katrin Zutter
M-06 (Solidarität)
Diverse
Jakob Abplanalp-Huggler:
Rose mit Schmetterling
Diverse
Material: Birnbaumholz, Rahmen aus Nussbaum
Masse: 39 x 29 x 7 cm
Ankauf: Ankauf 1896
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Jakob Abplanalp-Huggler ist einer der bekanntesten Vertreter der Brienzer Holzbildhauerei, die ab den 1830er Jahren kontinuierlich einen Aufschwung verzeichnen konnte. Neben Arbeiten für die Tourismusindustrie entstanden in einer innovativen Phase zwischen 1184 und 1908 technisch hervorragende Werke, für welche Künstler wie Aplanalp-Huggler an National- und Weltausstellungen mit Preisen geehrt wurden und so der Brienzer Holzbildhauerei zu internationalem Ruhm verhalfen. Das Relief „Rose mit Schmetterling“ ist aus einem einzigen Stück Birnbaumholz geschnitzt. Die gewagte und ausdruckstarke Schnitzerei steht an der Schnittstelle zwischen Kunsthandwerk und bildender Kunst und ist typisch für die Blütezeit der Brienzer Schnitzkunst um die Jahrhundertwende. Dieses Meisterwerk gewann 1893 an der Weltausstellung in Chicago und 1896 an der Landesausstellung in Genf eine Goldmedaille.

Arnold Annen:
Bowls
Keramikdesign
Material: Porzellan
Masse: 31 x 24 cm
Ankauf: Ankauf 2012
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Arnold Annen experimentiert bei der Herstellung seiner hauchdünnen “Bowls” mit den Grenzen des Materials Porzellan: Er sucht Leichtigkeit und Transluzenz und bearbeitet die Schalen dafür im ungebrannten Zustand mit der Flamme des Gasbrenners. Ihre hauchdünne Feinheit erhalten sie durch feinste Überarbeitung mit Diamantschleifmittel. Sie scheinen das Licht zu umhüllen, welches die Variationen im Relief sichtbar macht.

Herbert Auchli:
"SBB: abwarten und bahnfahren"
Grafikdesign
Material: Plakat
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Herbert Auchli besuchte die Kunstgewerbeschulen Luzern und Zürich und war zwischen 1971 und 1986 als Lehrer der Grafikklasse der Schule für Gestaltung Bern tätig. Für den Publizitätsdienst der SBB schuf er diverse Plakate, wofür er häufig fotografische Mittel verwendete. Zu den bedeutendsten SBB-Plakaten gehören jene, welche die Bahn als Alternative zum Auto empfehlen, so zum Beispiel dasjenige aus dem Jahr 1970: Wo das Land in tiefem Schnee versunken ist, wird die Bahn dem hilflos im Schnee stehenden Automobilisten mit dem Slogan „abwarten und bahnfahren“ empfohlen. Immer wieder hat Herbert Auchli treffsichere Bildformen für die SBB-Slogans gefunden.

Andreas Baumann:
Schmuckkassette
Produktdesign
Material: geschnitztes Lindenholz
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Die spitzovale Schmuckkassette ist mit Ranken aus Edelweiss und Alpenrosen verziert, im oberen Teil sogar frei gearbeitet. Diese filigrane Blumenschnitzerei erforderte Spezialwerkzeuge, die heute nicht mehr verwendet werden. Dieses Meisterwerk aus der Blütezeit der Brienzer Schnitzkunst ist das letzte Werk des damals 77jährigen Andreas Baumann. Das Gewerbemuseum Bern, dessen Sammlung die Berner Design Stiftung bis heute betreut und erweitert, kaufte damals viele Werke als Vorbilder für die ihr unterstehende Schule für Holzbildhauerei und zeigte sie in Ausstellungen.

Andreas Baumann:
Cellospieler
Diverse
Material: Nussbaumholz geschnitzt, lackiert
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Die Brienzer Holzschnitzerei befand sich bereits seit Längerem in einer schwierigen Phase und erholte sich auch in den 30er-Jahren nicht, im Gegenteil. Die Importe ausländischer Holzschnitzereien nahmen zu, Schnitzler wanderten aus, da die einheimische Produktion nicht mehr konkurrenzfähig war. Die verbleibenden spezialisierten sich auf Einzelgebiete.

Ab 1946 unterrichtete Andreas Baumann während 30 Jahren an der Schule für Holzbildhauerei in den Bereichen „Menschen und Tierfiguren“. Seine frühe Skulptur des Cellospielers, die vielleicht während seiner Ausbildung entstand, ist mit seinen grossen, gebrochenen Flächen geprägt von der kubistischen Plastik.

Susi Berger-Wyss:
Bruno Baeriswyl, Ueli Berger, Pierre Chevalley
Grafikdesign
Material: Plakat
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Bruno Baeriswyl, Ueli Berger, Pierre Chevalley
Peintures/Sculptures
Musée de Fribourg, 1968
Druckerei: Serigraphie Uldry AG, Hinterkappelen

Doris Berner:
Schmuckkollektion
Schmuckdesign
Material: Seide, Microfaser
Masse: 2.2. x 115 cm
Ankauf: Ankauf 2011
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Die Schmuckkollektion von Doris Berner ist schwerelos, schillernd und von sinnlicher Eleganz. Die aus Seide oder Microfaser gefertigten Schmuckstücke werden mit einer speziell entwickelten Thermofixierung in ihre Form gebracht. Ausgehend von der japanischen Shiboritechnik und der Erfindung des Seidenplisées um 1900 durch Mariano Fortuny hat sie das Verfahren für heutige Materialien und eine zeitgenössische Formensprache weiter entwickelt. Dabei wird eine Vielzahl von Elementen wie Steine, Glaskugeln, Kirschenkerne etc. in das Gewebe eingebunden und später wieder entfernt. Es entstehen dadurch federleichte Texturen, die in ihrer Eigenständigkeit unvergleichlich sind. Die unterschiedlichen Gewebe ermöglichen  eine grosse Variationsbreite in der Farbgebung und in der Ästhetik und machen jedes Objekt einzigartig.

Donald Brun:
Tenta
Grafikdesign
Material: Plakat
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«Tenta», Geiser & Cie Emmenau AG, Hasle-Rüegsau

Druckerei: Ringier Print AG, Zofingen

Stephan Bundi:
"John Lurie, Lounge Lizards"
Grafikdesign
Material: Plakat
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Stephan Bundi lässt präzis gewählte Bildmittel sprechen, die er oft in überraschender Weise einander gegenüberstellt. Er weckt Geschichten im Kopf des Betrachters, so etwa beim fehlenden Tell-Apfel im 6er-Pack, eine seiner bekanntesten Arbeiten. Im Plakat von 1989 zeichnen Musiknoten John Luries Antlitz, andernorts finden wir eine Banane in der Filmrolle oder eine Rasierklinge im Daumennagel. Seine Bildsprache irritiert und weckt – und immer zielen seine Arbeiten direkt und prägen sich ein. Bundis Werke sind auf vielen Plakatbiennalen und in Designsammlungen vertreten, zahlreiche Preise und Ehrungen zeugen von der Bedeutung seiner Plakate.

Emil Cardinaux:
"Loeb: Neubau Eröffnung Bern"
Grafikdesign
Material: Plakat
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Der Maler und Grafiker Emil Cardinaux war ein Pionier der Plakatkunst. Mit seiner Malerei erreichte er nie jene künstlerische Selbständigkeit und Souveränität, mit welcher er durch seine Plakate auch über die Landesgrenzen hinaus auf grosse Anerkennung stiess. Überwältigende Schweizer Landschaften, bodenständige Mütter, urchige Bergsteiger und biedere Stumpenraucher charakterisieren Cardinaux’ Plakate gleichermassen wie seine Bilder. Die künstlerische Qualität und die Innovation seines Plakatstils stellten Cardinaux in die erste Reihe europäischer Plakatkünstler.

Emil Cardinaux:
"Kinder Jacken: B. Fehlbaum, Kramgasse 33, Bern"
Grafikdesign
Material: Plakat
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Emile Cardinaux war ein Pionier des schweizerischen Künstlerplakates. Mehr als mit der Malerei hatte er mit seinem innovativen Plakatstil über die Landesgrenzen hinaus grossen Erfolg. Bekannt sind besonders seine Tourismusplakate mit Schweizer Landschaften, allen voran dasjenige mit dem Matterhorn. Er schuf aber auch zahlreiche prägnante Werbeplakate für Firmen wie Bally und PKZ oder dem hier gezeigten ehemaligen Modegeschäft Fehlbaum an der Kramgasse in Bern. Mit einer Prise Humor wird hier die gute Qualität der Kinderjacken bildlich bewiesen: Die mit warmen Fehlbaum-Jacken angezogenen Mädchen müssen sich vor dem schneeballwerfenden Knaben nicht fürchten.

Plinio Colombi:
Sport invernale in Svizzera CFF
Grafikdesign
Material: Plakat
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Plinio Colombi war wie der fast gleich alte Emile Cardinaux sowohl als Maler wie als auch Plakatgestalter tätig. Der aus dem Tessin stammende Dekorationsmaler liess sich schon bald im Kanton Bern nieder, zuletzt in Spiez. Gerne malte er Landschaften im Engadin und Berner Oberland, vor allem Schneelandschaften. Dank des aufkommenden Skitourismus erlangte er mit diesem Motiv erste Erfolge. Das 1904 für die Schweizerischen Bundesbahnen SBB entstandene Plakat „Wintersport in der Schweiz“ wirbt im typischen Malstil Colombis für die verschiedenen in den Schweizer Bergen angebotenen Wintersportarten.

Alfred Friedrich Engel:
Fotorahmen
Schmuckdesign
Material: Silberfiligran
Ankauf: Ankauf 1898
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Alfred Friedrich Engel verwendete die Silberfiligrantechnik neben dem traditionellen Trachtenschmuck auch für die Gestaltung von Gebrauchsgegenständen. Der Fotorahmen ist mit seiner Verzierung ein Zeitzeuge des Jugendstils. Das alteingesessene Bijouterieunternehmen besass damals neben dem Hauptsitz in Thun auch Läden in Interlaken und Montreux und hatte zahlreiche Gold- und Silberschmiede in der Werkstatt angestellt. In der kantonalen Sammlung angewandte Kunst finden sich viele Beispiele der hervorragenden Filigrantechnik aus dem Kanton Bern.

Maurizio Ferrari:
Silhouettes
Keramikdesign
Material: Porzellan, gedreht, Engobe und transparente Glasur, 1250 °C
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Maurizio Ferrari unterrichtet an der Keramikdesign Fachklasse an der Schule für Gestaltung Bern und Biel, wo er einst auch seine Ausbildung absolvierte. Die „Silhouettes“ sind auf der Töpferscheibe gedreht. Die tief abgedrehten Rillen entlang des Profils sind nur sichtbar, wenn man sie aus Augenhöhe betrachtet. Ein Wechsel des Betrachtungswinkels bringt sie zum Verschwinden und das Relief verliert an Tiefe, reduziert sich zu einer Linie. Nah betrachtet sind die Silhouetten klar definiert. Wenn man sich davon entfernt, wird das Profil unscharf, fängt an zu vibrieren und löst beim Betrachter eine leichte Irritation aus. Das Objekt scheint sich aufzulösen.

Klaus Fischer und Bangerter Walter:
«Bigla Stahlmöbel, Büro-Organisationen, Oberholzer Zürich»
Grafikdesign
Material: Plakat
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«Bigla Stahlmöbel, Büro-Organisationen, Oberholzer Zürich»

Druckerei: City-Druck, Zürich

Fritz Geissbühler:
Trachtenschmuck
Schmuckdesign
Material: Silber
Ankauf: Ankauf 1896
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Fritz Geissbühler war bekannt für seine hervorragende Filigrantechnik. Der Trachtenschmuck aus Silberdraht wurde vor mehr als hundert Jahren als Zierart für eine Berner Festtagstracht geschaffen. Nicht weniger als vier Göllerhaften, zehn Brusthaften, eine Brosche, drei „Blüemli“ und mehrere Ketten schmückten das schwarze Mieder. Die klassische Grundform des Trachtenschmucks ist eine sechsteilige Rosette, die mit sogenannten „Schnäggli“ und „Rölleli“ gefüllt und mit „Hübli“ dekoriert wird. Die Filigran-Technik war bereits in der Antike bekannt. Diese alte Tradition wird noch heute im Goldschmiedebetrieb des Urenkels, Hans-Ulrich Geissbühler in Konolfingen, gepflegt und weitergeführt.

Marion Geissbühler:
3 Broschen und 1 Anhänger an Stahlsaiten aus altem Trachtenschmuck
Schmuckdesign
Material: Filigranschmuck, Silber gewalzt
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Marion Geissbühler stammt aus der bekannten Goldschmiede- und Filigranfamilie in Konolfingen. Von ihrem Ururgrossvater stammen die beiden Filigran-Fotorähmchen am Beginn der „Zeitreise“. Die Tradition und das solide Handwerk sind die Inspirationsquellen aus der sie schöpft. Formal reduzierte Schmuckstücke wiederspiegeln das moderne Schmuckschaffen. Aus altem Trachtenschmuck schuf sie Broschen und den Anhänger, der durch das Zusammenfügen der alten Filigranbroschen erst auf den zweiten Blick verrät, woher die Muster stammen.

Marion Geissbühler wurde 2010 von Othmar Zschaler für den “Newcomerpreis” des Berner Design Preises der Stiftung auserwählt. Werke aus mehreren Generationen des Ateliers Geissbühler in unserer Sammlung dokumentieren das Schaffen einer der wichtigsten Berner Handwerkerfamilien hervorragend.

Fritz Geissbühler:
Zwei Fotorahmen
Diverse
Material: Metall - Silber, Filigranarbeit
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Fritz Geissbühler aus Grünenmatt im Emmental war bekannt für seine hervorragende Filigrantechnik aus Silberdraht. Neben Trachtenschmuck schuf er mit derselben Technik vor mehr als hundert Jahren auch Fotorähmchen. Der eine Rahmen vereint Rosetten- und Blattmotive mit dem Berner Wappen, der andere wird geschmückt mit Zyklamenblüten. Beide Werke sind auf der Rückseite mit dem Stempel FG versehen. Erhalten geblieben sind auch die Entwurfszeichnungen.

Das alte Filigran-Handwerk wird noch heute in fünfter Generation im Familienbetrieb von Marion Geissbühler in Konolfingen gepflegt, zum Teil nach Originalskizzen ihres Ururgrossvaters Fritz Geissbühler. Was Marion Geissbühler an neuem Schmuck zwischen Tradition und Moderne kreiert, sehen Sie im neuesten Ankauf der Stiftung am Ende der „Zeitreise“.

Elsi Giauque:
Stundenglas
Mode- und Textildesign
Material: Faden (Kunstfaser, Silberfaden, Kunststoffband)
Masse: 200 x 155 x 30 cm
Ankauf: Ankauf 1972
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Elsi Kleinpeter absolvierte ihre kunstgewerbliche Ausbildung in der Textilklasse bei Sophie Täuber-Arp in Zürich. 1942 zog sie mit ihrem Mann, dem Maler Fernand Giauque auf die „Festi“ oberhalb von Ligerz, welche zu einem Treffpunkt für verschiedene Künstler wurde. Bereits früh experimentierte sie mit Faden und wurde von der Textilentwerferin zur Textilkünstlerin. Sie machte als eine der ersten die Tapisserie zur Textilskulptur. Im Zentrum des dreischichten Raumelements „Stundenglas“ ist eine Sanduhr gewoben, welche dem Werk seinen Namen gab. Das Abwärtsrinnen des Sandes wird durch das gegen die Mitte hin verdichtete Silbergewebe sichtbar gemacht. Je zehn parallele weisse Bänder führen seitlich schräg nach unten, verleihen dem flächigen Symbol der Vergänglichkeit Volumen.

Danielle Gisiger:
Abendkleid mit Zipfeln
Mode- und Textildesign
Material: Schaumstoffmodell
Ankauf: Ankauf 1995
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Danielle Gisiger gehört ohne Zweifel zu den „Top Ten“ der Schweizer Modeszene. Die gebürtige Bernerin kleidet heute Stars und Sternchen in New York ein. Das wichtigste Kriterium für ihre Mode ist die Silhouette, danach folgen Schnitt und Material. 1993 stellte sie ihre extravaganten Kreationen monochrom in weissem Schaumstoff vor. Obwohl nicht zum Tragen bestimmt, haben diese Prototypen ihren Reiz. Raffiniert setzt Gisiger die Eigenschaften des Gewebes in Szene. Auf Bestellung setzte sie die Modelle mit irischen Leinenstoffen oder anderen Geweben um.

Gravierschule Technikum Biel:
Ornamentblech
Diverse
Material: Kupferblech
Masse: 7 x 11 cm / 7 x 8 cm
Ankauf: Ankauf 1915
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1869 wurde die kantonale Muster- und Modellsammlung von den Interessenverbänden Bernischer Handels- und Industrieverein und Handwerker- und Gewerbeverein gegründet. Ab 1890 wurde sie in Kantonales Gewerbemuseum Bern umbenannt. In unserer Sammlung finden sich noch Zeugen der regen Ankaufstätigkeit im Bereich Metall, die als Vorlage und Modelle benutzt wurden. Der umfangreiche Bestand dieser Modell- und Mustersammlung ist in dieser Form in der Schweiz einzigartig. Die beiden Kupferbleche mit Schriften wurden als Vorlagen zwischen 1909 und 1915 an der Gravierschule Technikum Biel hergestellt und zusammen mit weiteren 90 Werken 1915 für die Modell- und Mustersammlung angekauft. Es waren meist Schülerarbeiten.

Gravierschule Technikum Biel:
Maiglöckchen
Diverse
Material: Prägestanze (Stahl) und Prägebeispiel (Rindsleder)
Ankauf: Ankauf 1915
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1869 wurde die „kantonale Muster- und Modellsammlung“ von den Interessenverbänden „Bernischer Handels- und Industrieverein“ und „Handwerker- und Gewerbeverein“ gegründet. Ab 1890 wurde sie in „Kantonales Gewerbemuseum Bern“ umbenannt. 1915 und 1921 wurden grosse Werkgruppen an Metallarbeiten von der Gravierschule Technikum Biel angekauft. Im Gegenteil zu früheren Ankäufen, die man vor allem im Ausland tätigte, zeigt sich das aufkommende Interesse und der Stellenwert, welcher das Gewerbe im Kanton Bern einnahm. Die Prägestanze und das dazugehörende Prägebeispiel stehen exemplarisch für den umfangreichen Bestand der ursprünglichen „Modell- und Mustersammlung“, der in dieser Form in der Schweiz einzigartig ist.

Gravierschule Technikum Biel:
Ornamentbleche
Diverse
Material: Kupfer oder Messing
Ankauf: 1915
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Simone Gugger:
Lichtblicke
Schmuckdesign
Material: Rotgold, Glas, Farbe
Ankauf: 2014
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Seit 2006 entstehen in der Serie „Lichtblicke“ feine, sinnliche Schmuckobjekte, deren poetische Bildwelt sich erst auf den zweiten Blick dem Betrachter erschliesst. Flüchtig erhaschte Augenblicke, wissenschaftlichen Proben gleich, zwischen zwei fragilen Glasscheiben festgehalten. Fein gerahmt präsentiert sich ein Panorama aus verworfenen Falten und aufgetürmten Schichten – was auf den ersten Blick wie die Gipfel einer Bergkette anmutet, sind in Wirklichkeit die Zipfel eines Duvets. Subtile Kratzspuren auf geschwärztem Glas erscheinen im Wechsel des Lichts als nächtliche Berglandschaften.

Alfred Halblützel:
Neue Metallmöbel
Grafikdesign
Material: Plakat
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Neue Metallmöbel: Arbeiten von Hans Eichenberger, Robert Haussmann, Kurt Thut

Kunstgewerbemuseum Zürich

Druckerei: J. C. Müller AG, Zürich

Martin Halter:
Dialog/IV
Grafikdesign
Material: 3-D-Glasmalerei, mit Ätzung, Schwarzlot eingebrannt
Ankauf: Schenkung 2014
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Martin Halter, gelernter Glasmaler und Kunstglaser, übernahm 1981 in 3. Generation das „Atelier für Glasmalkunst“, das von seinem Grossvater Louis Halter 1916 in Bern gegründet wurde. Neben Unterhaltsarbeiten und Restaurationsaufgaben, entstanden zahlreiche Werke für Kirchen oder Profanbauten, zum Teil auch in Zusammenarbeit mit namhaften Künstlern. Nebenbei war Halter auch 15 Jahre lang Fachlehrer an der Schule für Gestaltung Bern und Biel. Zum 100jährigen Bestehen des Ateliers erscheint diesen Herbst die Publikation „Martin Halter – Farbglaswelten – Ein aussergewöhnliches Kunsthandwerk“ (Haupt Verlag AG).

Das Werk “Dialog” entstand für die gleichnamige Ausstellung in der Kulturmühle Lützelflüh. Die mehrschichtigen und sensiblen Ebenen innerhalb eines Dialoges werden in diesem Glasbild eindrücklich visualisiert.

Nathalie Heid:
Wasserurne
Keramikdesign
Material: ungebrannter Ton
Ankauf: 2014
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Die Keramikerin Nathalie Heid hat sich mit der Urnenbestattung auseinandergesetzt und erfand dafür eine ästhetische und zugleich ökologische Lösung. Die auflösbaren Urnen begleiten den Trauerprozess und die Zeit des Loslassens bei einer Erd- oder Wasserbestattung. Dank des ungebrannten Porzellans löst sich die Urne innert weniger Stunden während der Abschiedszeremonie im Wasser auf; in der Erde bestimmt die Feuchtigkeit die Dauer des Zerfalls. Asche und Urne werden so in den natürlichen Kreislauf zurückgegeben und zugleich entsteht ein stimmiges Abschiedsritual.

Eugen Henziross:
Besucht den grossen Kornhauskeller in Bern
Grafikdesign
Material: Plakat
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Eugen Henziross war als Maler, Grafiker und Zeichenlehrer tätig, u.a. viele Jahren an der Gewerbeschule Bern und der städtischen Zeichenschule. Einen Namen schuf er sich Illustrator. Wie in der Malerei hat sich Henziross bei diesem Werbeplakat für den Kornhauskeller in Bern auf das Wesentliche beschränkt und die Szenerie, die noch heute ähnlich aussieht, mit wenigen Mitteln und kräftigen Farben hervorgehoben.

Alain Toni Horst:
Inside out
Keramikdesign
Material: Porzellan Giessmasse (Limoges)
Ankauf: Dauerleihgabe Kiwanis-Club Bern-Aare 2016
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Als Inspirationsquelle für die einzigartige Projektarbeit diente eine nicht als doppelwandig erkennbare Tasse. Mit Akribie und Ausdauer, zahlreichen Entwürfen und Versuchen ist es dem Keramikdesigner gelungen, die Doppelwandigkeit in Gefässen aufzubrechen und der äusseren Ummantelung wie dem Innenleben eine spannende Gleichwertigkeit zu geben. In einem strukturierten Arbeitsprozess, gepaart mit Freude und Mut am Experiment entstanden Porzellanobjekte, die mit ausserordentlicher Kreativität die Eigenständigkeit ihrer Doppelwände spürbar machen.

Max Huggler:
Wanderer mit Hut (Landstreicher)
Diverse
Material: Lindenholz geschnitzt, gebeizt
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Max Huggler war nicht nur Holzbildhauer aus der berühmten Schnitzlerfamilie der Huggler, sondern auch Dirigent und Komponist. Er absolvierte seine Lehrzeit in Brienz als Figurist und arbeitete später bei seinem künstlerisch talentierten Onkel und Götti Hans Huggler-Wyss. In der Krisenzeit der 30er-Jahre war er gezwungen, anderswo sein Geld zu verdienen und war deshalb als Dekorationsschnitzler in Horw tätig.

Hans Huggler-Wyss:
Brienzer Bauer
Diverse
Material: Lindenholz (gebeizt, bemalt, gewachst)
Masse: 33 x 31 x 18 cm
Ankauf: Ankauf 1911
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Der Krieg und die „Neue Sachlichkeit“ in der Kunst brachte den Tourismus und damit die Nachfrage nach Brienzer Schnitzerei zu einem wirtschaftlichen Einbruch. Unter dem Einfluss von Hans Huggler-Wyss u.a., der als Fachlehrer an der Schule für Holzbildhauerei unterrichtete, fand um 1911 der Wechsel vom naturalistischen Stil zu stilisierten, glatten Oberflächen statt. Als Ersatzarbeitsgebiete für die arbeitslosen Holzschnitzer förderte die Schule die Herstellung von Spielwaren und die Bauschnitzerei. Die Büste eines Brienzer Bauern aus Lindenholz von Hans Huggler-Wyss mit Hut, Wams und Hemd wurde mit Farbstoffbeize und Wachs behandelt. Die Herstellung von Büsten ist ab 1902 im Lehrplan der Brienzer Schule aufgenommen worden. Versuche mit farbigen Figuren führten dazu, dass das Gewerbemuseum 1905 einen Kurs für farbige Behandlung des Holzes durchführte.

Hans Huggler-Wyss:
Sitzender Jagdhund auf Sockel
Diverse
Material: Nussbaum geschnitzt, gesägt, gewachst
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Hans Huggler-Wyss unterrichtete als Fachlehrer an der Schule für Holzbildhauerei zwischen 1903 bis 1914. Der Jagdhund fällt noch in die Zeit, in welcher im naturalistischen Stil gearbeitet wurde. Kurz danach fand der Übergang zu stilisierten, glatten Oberflächen statt, der u.a. auch von Huggler-Wyss mitgeprägt wurde. Seit 1897 besass die Schule für Holzschnitzerei einen Tierpark und Botanischen Garten, damit sich die Schüler im direkten Naturstudium üben konnten.

Von seinem Neffen Max Huggler haben wir in dieser Ausstellung die Figur des Wanderers aus den 30er-Jahren ausgestellt.

Brigitte Keller:
Strohhut
Mode- und Textildesign
Material: Stroh
Masse: 24 x 30 cm
Ankauf: Ankauf 2001
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Seit 1997 entwerfen und fertigen Brigitte Keller (Modistin) und Stefan Billeter (Portefeuiller) unter dem Label kb accessoires Hüte und Taschen, auch für internationale Kundschaft. Dabei entstehen im eigenen Atelier Einzelstücke und Kollektionen für den Alltag und für spezielle Anlässe. Die vielfältigen Arbeiten sind neben Ausstellungen und Modeschauen auch in Film- und Theaterproduktionen zu sehen.
Brigitte Keller liess sich für die Idee des Strohhutes von Sommerstimmung, Sand und Meeresschnecken inspirieren. Die sandfarbenen Weizenstrohborten hat sie zu schneckenhaus-ähnlichen Gebilden zusammengenäht.

Sangwoo Kim:
Winter, Frühling
Keramikdesign
Material: Steinzeug, Porzellan, Farbkörper, 1230 °C, geschliffen, poliert
Ankauf: Ankauf 2016
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Sangwoo Kim wohnte und arbeitete 10 Jahre lang im Emmental, dessen Landschaft sich je nach Saison in sehr unterschiedliche Farben kleidet. «Winter» und «Frühling» widerspiegeln diese Landschaft in den verschiedenen Jahreszeiten. Der Keramikdesigner interpretierte die aus seiner koreanischen Kultur kommende “Inhwamoon“-Technik mit neuen Farben und organischen Formen. Ursprünglich wird die gestempelte braune Oberfläche mit weissen Engobe gefüllt und anschliessend glasiert. Durch Wiederholung wird das regelmässig gestempelte Muster abstrakt. Sangwoo Kim arbeitet mit farbigen Tonschichten, die durch das Schleifen und Polieren versteckte Muster zeigen und auch eine haptische Dimension erhalten. „G-Schichten“ ist ein Projekt, das Geschichte und Gegenwart verbindet.

Claude Kuhn:
"Hahn & Henne"
Grafikdesign
Material: Plakat
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Claude Kuhns Werk umfasst nicht nur Plakate und Einladungskarten für zahlreiche Ausstellungen des Naturhistorischen Museums Bern, sondern auch die visuelle Umsetzung vieler Ausstellungs-themen und -inszenierungen. Kuhn leistet einen bedeutenden Beitrag zur nationalen und internationalen Plakatkultur. In seiner Plakatgestaltung sind seine klaren und auf das Wesentliche reduzierten Sujets – diese stammen meist aus der Tierwelt – charakteristisch und unverwechselbar. Die treffsicher reduzierte Gestaltung ist immer auch poetisch und mit einer Prise augenzwinkerndem Humor versehen, so auch bei „Hahn & Henne“ von 1995.

Debora Kurer:
Lass uns Suppe essen
Keramikdesign
Material: Steingut
Ankauf: Dauerleihgabe Kiwanis-Club Bern-Aare 2016
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Die Installation „Lass uns Suppe essen“ bewegt sich zwischen Kunst und angewandter Kunst. Der gedeckte Tisch, seine kulturelle Geschichte und soziale Bedeutung wie auch seine inspirierende Wirkung auf die ihn umgebenden Gesellschaften, führten zu dieser künstlerischen Auseinandersetzung. Die Umsetzung der Idee erforderte jedoch Wissen und Können des Keramik-Handwerks, der unterschiedlichen Techniken und vielfältigen Materialien. In der Konzeption sehr wohl durchdacht, bleibt dem Betrachter genügend Spielraum für eigene Interpretationsmöglichkeiten und gedankliche Spielereien.

Linck Keramik:
Vasen V9/3 bleu claire, V4 rose und V63 bleu carbone
Keramikdesign
Ankauf: Ankauf 2016
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Linck Keramik fertigt seit 1942 zeitlose Gebrauchskeramik in traditioneller Handarbeit. Die unverkennbaren Formen wurden von Margrit Linck zwischen 1940 und 1980 entworfen. Sie war Künstlerin, Töpferin und Visionärin. Die Strahlkraft und die Proportionen ihrer Keramik stehen ausserhalb der Zeit und wirken auch heute noch wegweisend. Die Objekte verkörpern Ruhe, lenken die Augen im Raum auf sich und entfalten in ihrer Umgebung eine sichtbare Resonanz.

Im Atelier bei Bern arbeiten die Töpfer bis heute von Hand auf klassischen Drehscheiben und verleihen damit jedem einzelnen Stück im Fertigungsprozess seine Individualität und einen einzigartigen Charakter mit hohem Wiedererkennungswert.

Gottlieb Lindenmaier:
Kette mit Korallen, Armband mit Faltung, Modell für Faltung
Schmuckdesign
Material: Gold massiv, Silber, Blei
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Gottlieb Lindenmaier lebte und arbeitete in Evilard ob Biel. Seine Schmuckstücke wurden u.a. 1967 an der Mustermesse mit dem Signet „die gute Form“ ausgezeichnet. Margrit Lindenmaier, die Gattin des verstorbenen Goldschmieds, schenkte der Stiftung zwei Werke mit der für ihn typischen Falttechnik. Besonders beim Armreif ergibt die Faltung je nach Ansicht ein sehr eigenwilliges Licht-Schatten-Spiel. Lindenmaier formte seine Entwürfe oft zuerst in Blei vor. Ein solches Muster ist hier auch zu sehen. Das Collier schliesst hinten mit einem schön gearbeiteten Verschluss, so dass das Schmuckstück auch von der Rückseite her bestaunt werden kann.

Bernhard Luginbühl:
teo jakob: 40 Jahre Bern-Genève
Grafikdesign
Material: Plakat
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Druckerei: Serigraphie Uldry AG, Hinterkappelen

Maison Bing Paris :
Wandplättchen
Diverse
Material: Weisses Opalinglas, eingebrannte Farben
Ankauf: Ankauf 1900 bei Samuel Bing, L'Art Nouveau, Paris
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Karl Moser:
Werkstücke aus Eisen
Produktdesign
Material: Eisen
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1937 erwarb das Gewerbemuseum für seine Modell- und Mustersammlung 33 Werkstücke des Schlossermeisters Karl Moser aus Bern. Stellvertretend für die umfangreiche Gruppe präsentieren wir zwei Objekte, welche die verschiedene Metallverarbeitungen, Formen und Schmiedetechniken zeigen. Die Werkstücke dienten wohl vor allem als Vorlagen für die Berufsschüler. Bereits 1936 gelangten mit der „Sammlung Welti“ gegen 400 Beschläge vom 15. bis 19. Jahrhundert als Dokumentation des Kunstschmiedehandwerkes ins Gewerbemuseum.

Friedrich Müller:
Jago-Triply
Schmuckdesign
Material: Holzspanplatten
Masse: 14 - 16 cm
Ankauf: Ankauf 1992
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Neben Kleinserien in Edelstahl und Kunststoff stellt Friedrich Müller vor allem Einzelstücke her. Klarheit und gute Tragbarkeit stehen bei seinen Arbeiten im Vordergrund. Als Materialien werden vorwiegend Silber und Gold, sparsam auch Edelsteine verarbeitet. Friedrich Müller interessieren aber auch sogenannt „wertlose“ Materialien wie Holz, Kunststoff und Inox-Stahl. Die Armreif-Serie hat er aus Spanplatten gefertigt. Durch die Verwendung der typischen Materialeigenschaften kommt Friedrich Müller so zu einer überraschenden gestalterischen Qualität.

Andréas Netthoevel und Gaberthüel Martin:
"raum-design, k.h. netthoevel biel", aus der 7teiligen Plakatserie mit dem Namen "Chairs"
Grafikdesign
Material: Plakat
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Das Grafikerduo Andréas Netthoevel und Martin Gaberthüel (2. stock süd) hat für das Möbelhaus raum-design in Biel Stuhlklassiker mittels Fotogramm in Szene gesetzt. Es entstanden Plakate, die ein ungewöhnliches Raumerlebnis von bekannten Stühlen 1:1 vermitteln. Vorlagen für die Fotografien waren die Modelle aus der „Miniatures Collection“ des Vitra Design Museum. Die Plakatserie erhielt zweimal internationale Preise. Seit über 20 Jahren ist 2. stock süd in den Bereichen Corporate Design über Editorials und Plakatgestaltung bis hin zu Interventionen am Bau und Signaletik tätig. Ihre Arbeit, in der das Kommunizieren von Inhalten im Zentrum steht, wurde regelmässig ausgezeichnet.

Andréas Netthoevel und Gaberthüel Martin:
raum-design
Grafikdesign
Material: Plakat
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raum-design

Kanalgasse 41, 2502 Biel

ausgezeichnet vom Art Directors Club New York 2002

Druckerei: Serigraphie Uldry AG, Hinterkappelen

PortenierRoth:
Croisière 12 - 14
Mode- und Textildesign
Material: Baumwolle, Lammnappa, Leinen, Mohair
Masse: div.
Ankauf: Ankauf 2013
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Unter dem Label PortenierRoth entwickeln die beiden Designerinnen jedes Jahr ein Kollektionskonzept («Croisière»), aus dem sie zwei eigenständige, in ihrer Essenz weitgehend identische Kollektionen mit unterschiedlichem Fokus ableiten. Dieses Konzept ermöglicht ihnen, ökonomisch zu agieren und die Ressourcen in der Entwicklung und Produktion optimal auf ihr Geschäft abzustimmen. In der eigens aufgebauten High Fashion Production entstehen Kollektionen, die im Handwerk regional verwurzelt und in der Ausrichtung und Umsetzung international sind.

Jürg Ramseier:
Ribcaps
Mode- und Textildesign
Material: Wolle, Acryl
Ankauf: Ankauf 2011
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Der textile Kopfschutz „Ribcap“ wärmt wie eine normale Wollmütze und schützt zugleich den Kopf bei einem Aufprall. Eingenähte viskoelastische Protektoren senken das Verletzungsrisiko deutlich. Im Gegensatz zu hartem Material, verformt sich das weiche Material der „Ribcap“ Protektoren und absorbiert dadurch die Aufprallenergie. Die stilvolle Mütze mit Schutzfunktion ist atmungsaktiv, leicht und faltbar.

Pascal Reimann:
Möbel-Ensemble "4-1-4" und CHEZ
Produktdesign
Material: Holz, Knochen
Ankauf: Dauerleihgabe Kiwanis-Club Bern-Aare 2016
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Der Hocker CHEZ ist aufgrund seiner auf Reduktion bedachten Konstruktion und Materialität äusserst stabil. In der Funktionalität erprobt, wirkt er in der Form eigenständig und ist doch kombinierbar mit dem Tisch „4-1-4“. Dieser orientiert sich in seiner Rohheit und Einfachheit an alten Bauerntischen, erscheint aber in der bewusst gewählten klaren Linie filigran und leicht. Die einfachen Steck- und Keilverbindungen der Tischbeine sind in der Konstruktion auf ein Minimum reduziert und setzen auf der Tischoberfläche – zusammen mit den für die Festigkeit verwendeten Knochenteilen – minimierte ästhetische Zeichen. Der Tisch entstand als Schulprojekt an der Hochschule in Luzern.

Javier Reyes:
Kleid indigoblau, Kleid offwhite, Kleid schwarz, Regenmantel olive
Mode- und Textildesign
Ankauf: Ankauf 2015
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Der aus Mexiko stammende Modedesigner Javier Reyes kreiert seit zwanzig Jahren mit eigenem Ladenatelier vis-à-vis vom Hotel Bellevue in Bern seine unverwechselbaren Kollektionen. Die Stiftung hat 2015 vier Outfits angekauft. Zwei luftige Sommerkleider, eines aus indigoblauem Leinen und eines aus weisser Baumwolle kombiniert mit Seide, umspielen den Körper. Für die kältere Jahreszeit eignen sich ein langes schwarzes Kleid aus Wolle und Kaschmir oder der olivfarbene Regenmantel aus Baumwolle mit ihren jeweils langen Silhouetten.

Paul Rothen und Rothen Alfred Jun.:
Rothen
Grafikdesign
Material: Plakat
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Rothen Möbel, Bern

prämiert durch den Eidgenössischen Departement des Innern 1973

Paul Rothen (Gestaltung), Alfred Rothen jun. (Foto)

Druckerei: Serigraphie Uldry AG, Hinterkappelen

Ernst Ruprecht:
"Grand Prix Suisse pour Motocyclettes"
Grafikdesign
Material: Plakat
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Ernst Ruprecht wurde nach seinem Wurf für das VIII. Klausenrennen 1930 zum Hausgrafiker des Berner Grand Prix. 1931 entwarf er das Plakat anlässlich der ersten Durchführung des Grossen Preises der Schweiz für Motorräder, gefolgt von weiteren Aufträgen in den Folgejahren bis 1953. Ruprecht verwendete dabei – wohl aufgrund des nach dem Krieg knappen Budgets der Veranstalter – immer dasselbe Design. Der Grafiker kreierte vor allem Plakate, Firmenauftritte sowie Fahnen und Wappenscheiben. Er war Atelierchef bei der Polygraphischen Gesellschaft in Laupen, ehe er sich 1925 wieder selbständig machte und später am Technikum Biel lehrte.

Aschi Rüfenacht:
Rosenschalen
Keramikdesign
Material: Porzellan
Masse: 24.5 x 35 cm / 24 x 33 cm / 21 x 26.5 cm
Ankauf: Ankauf 2011
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Keramikgefässe als Träger von Informationen und Gefühlen – meist dem Gebrauch unterstellt – begleiten uns seit 4000 Jahren. Aschi Rüfenacht wählt die Rose als Dekor für seine Neuinterpretation der Schale. Sie wird seit der griechischen Antike als „Königin der Blumen“ bezeichnet und seit weit über 2000 Jahren als Zierpflanze gezüchtet. Indem Aschi Rüfenacht zwei traditionsbehaftete Elemente kombiniert, entsteht ein Objekt, das sich durch seine direkte und unaufgeregte Art auszeichnet.

Markus Rätz:
Markus Rätz, Kunsthalle Bern
Grafikdesign
Material: Plakat
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Markus Rätz ist einer der renommiertesten zeitgenössischen Berner Künstler. Nachdem er 1963 das Eidgenössische Kunststipendium erhält, beschliesst er als selbständiger Künstler zu arbeiten. Neben der freiplastischen Arbeit widmete er sich vor allem der Zeichnung und Druckgrafik. Dabei setzte er sich immer wieder intensiv mit dem Phänomen der Wahrnehmung von Raum und Körper auseinander.

Sein prämiertes Plakat, das er 1977 für seine Einzelausstellung in der Kunsthalle Bern schuf, spiegelt dieses Spiel mit der Wahrnehmung besonders anschaulich wieder. Je nach Distanz des Betrachters zum Bild sehen wir entweder eine Ansammlung verschieden grosser Farbtupfer oder eben das Selbstporträt des Künstlers.

Sammlung Welti / Collection Welti:
Diverse
Material: Eisen / Holz
Ankauf: 1936
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1936 gelangte die sogenannte «Sammlung Welti» ins Gewerbemuseum Bern. Sie umfasst gegen 400 Objekte aus Metall, mehrheitlich Beschläge und weitere Gebrauchsgegenstände vom 15. bis 19. Jahrhundert. Die Metallsammlung insgesamt widerspiegelt eindrücklich die Geschichte der Förderung des Gewerbes und Kunstgewerbes im Kanton Bern. Anders als bei anderen Bereichen wurden glücklicherweise kaum Objekte veräussert. Nachdem gegen Ende des 19. Jahrhunderts Vertreter des Kantons Bern, der Lehrwerkstätte und der Gewerbeverbände noch in Europa herumreisten und Objekte ankauften, ging die aktive Sammlungstätigkeit für das Gewerbemuseum danach zurück. Dafür wurde sie in bescheidenerem Rahmen vermehrt auf Werke aus dem Kanton Bern gerichtet. In den 1930-er Jahren wurde im Bereich Metall kaum mehr regelmässig angekauft. Ergänzt wurde der Bestand aber mit zwei grossen Werkgruppen: der Sammlung Welti (1936) und der Sammlung von Karl Moser (1937/38). Es ist nicht näher bekannt, wie die Sammlung Welti ins Gewerbemuseum kam. Die Objekte sind leider nur grob datiert und auch geografisch kaum zugeordnet. Sie ergänzten aber sinnvoll die bestehende Sammlung durch Zeugnisse der Metallverarbeitung aus ganz Europa zurück bis ins 15. Jahrhundert.

Laurin Schaub:
Landscapes as Vessels
Keramikdesign
Material: Porzellan
Masse: 60 x 60 x 50 cm, 33 x 27 x 54 cm, 72 x 53 x 16 cm
Ankauf: Ankauf 2017
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«Landscapes as Vessels» ist eine Gruppe von grossformatigen Tafelobjekten aus Porzellan. Sie dienen als Teller, von denen gegessen wird; als Schalen, aus denen geschöpft wird; oder als Gefässe, in denen Mahlzeiten gereicht, aber auch Blumen präsentiert werden können. Die absurden Dimensionen und die stark ornamentale Formsache erinnern an die Theatralik der Tafelkultur des Rokoko. Als Objekte geben sie sich skulptural, erst die Zuschreibung des Gebrauchs macht sie zum Geschirr. Die Gefässe loten die Grenzen der Funktionalität aus und stellen das Ereignis, den Moment in den Vordergrund, wodurch sie Rolle und Wert alltäglicher Gebrauchsgegenstände hinterfragen. Ursprünglich aus Gips gefertigt, sind die Objekte mittels Silikonformen in Porzellan umgesetzt und so in kleiner Serie reproduzierbar.

Franziska Schott und Schibig Marco:
Michelangelo Pistoletto, Fraktale, neues Kunstmuseum Luzern, 14.10.2000 - 28.1.2001
Grafikdesign
Material: Plakat
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Franziska Schott und Marco Schibig arbeiten seit 1984 zusammen in Bern. Hauptsächlich Gestaltung von Publikationen über Kunst und Architektur. Etwa über Michael Asher, Marlène Dumas, Bethan Huws, Michelangelo Pistoletto, Thomas Schütte, Luc Tuymans (Kunsthalle Bern), Max Beckmann, Vincent van Gogh, Charles Ray (Kunstmuseum Basel), Luciano Fabro, Alfred Jensen (Kunstmuseum Winterthur) und Margrit Linck. Umfangreiche Werkkataloge zu Paul Klee (Benteli / Thames and Hudson) und Ferdinand Hodler (Schweizerisches Institut für Kunstgeschichte / Scheidegger & Spiess). Seit 2001 Gestaltung der Publikationen und Plakate für die Abegg-Stiftung in Riggisberg.

Robert Sessler:
Gut geformtes Gerät
Grafikdesign
Material: Plakat
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«Gut geformtes Gerät. Durch die Schweizerische Mustermesse Basel und den Schweizerischen Werkbund mit «Die gute Form» SWB 1952 ausgezeichnet, ergänzt durch weitere gute Objekte»
Ausstellung Gewerbemuseum Bern, 1953
Druckerei: Graf-Lehmann AG, Bern

Simone Stocker:
Ava
Keramikdesign
Material: Porzellan
Masse: div.
Ankauf: Ankauf 2011
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Die Porzellanobjekte aus der Serie “Ava” bestechen durch die Qualität ihrer handwerklichen Ausführung. Im dritten Brand wird bei hoher Brenntemperatur ein von Simone Stocker gestaltetes Siebdruckdekor angebracht, das teils nahtlos über den Rand verläuft. Die kreisförmigen Ornamente verraten so ihre handwerkliche Herkunft.

Simone Stocker:
Luso
Keramikdesign
Material: Porzellan
Masse: 4.5 x 36 cm / 3 x 24.5 cm
Ankauf: Ankauf 2011
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In aufwendiger Handarbeit hat die Keramikdesignerin Rillen aus sehr dick gedrehtem Porzellan gedrechselt. Anschliessend werden die Platten schwarz gespritzt und sorgfältig weiterbearbeitet, bis die weissen Linien zum Vorschein kommen. Die so entstandenen Rillen sind das wichtigste Gestaltungsmerkmal der Keramikobjekte der Serie “Luso”. Durch sie wird die räumliche Wirkung der Platten gesteigert und deren Eigenschaft, etwas aufbewahren zu können, hinterfragt.

Jakob Stucki:
Weinlese
Keramikdesign
Material: Lehm, Engobemalerei mit Hörnli, Brand bei 1030°C
Masse: 29 x 29 x 3 cm
Ankauf: Schenkung Vreneli und Fritz Brügger-Scherz 1989
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Jakob Stucki hat die traditionelle Langnauer Bauernkeramik wiederbelebt, vor allem aber auch erneuert. Zahlreiche Werke mit engobierter Hörnlimalerei machten ihn neben freiplastischen Arbeiten international bekannt. Tatkräftig arbeitete auch seine Frau Erika im Betrieb mit und hat etliche von ihm entworfene Werke der Spätzeit bemalt. Die Platte mit der Darstellung einer Weinlese ist eine typische Vertreterin der traditionellen Hörnlitechnik. Mit dem „Hörnli“, einem Hohlgefäss mit engem Hals, kann die Engobe in kleinen Mengen präzis auf das Objekt aufgetragen werden. Neben der traditionellen braunen Langnauer Engobe verwendete Stucki hier Blautöne und Weiss als Kontrast für die Trauben und Weinbauern.

Jakob Stucki:
Griechin auf Pferd
Keramikdesign
Material: Lehm, Glasur (Brand bei 1050°C)
Masse: 25 x 25 x 14 cm
Ankauf: Schenkung Vreneli und Fritz Brügger-Scherz 1989
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Jakob Stucki gilt wegen seiner technisch-handwerklichen Präzision und der eigenen Formsprache als Erneuerer der traditionellen Langnauer Bauernkeramik. Besonders seine ab 1953 entstandenen freiplastischen Arbeiten machten ihn international bekannt. Das Motiv ‘Frau auf Pferd’ ist in seinem Werk mehrmals zu finden. Die “Griechin auf Pferd” zeigt seine Entwicklung zu vereinfachten, abstrakten Figuren und Tieren hin, weg von der bunten Hörnlimalerei und den kleinteiligen, runden Formen.

Jakob Stucki:
Zirkusross, Bulle und Brüllender Stier
Keramikdesign
Material: Keramik – Irdenware / Steinzeug schamottiert
Ankauf: Ankauf 1989
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Jakob Stucki gilt als Erneuerer der traditionellen Langnauer Bauernkeramik. Neben der bekannten Gebrauchskeramik mit Hörnlimalerei machten ihn seine ab den 50er-Jahren entstandenen freiplastischen Arbeiten international bekannt. Anfangs erntete Stucki damit aber nur Kopfschütteln. Zu ungewohnt und abstrakt waren seine Menschen- und Tiergestalten mit übergrossen Körpern, zu kurzen Beinen und kleinen Köpfen. Lieblingsmotiv waren neben Vogel und Katze auch das Pferd und der Stier. Er reduzierte die Formen dabei auf das Wesentliche und versah sie oft mit einem gewissen Schalk.

Eine Andalusienreise 1952 prägte Stucki nachhaltig. Davon zeugen die drei gezeigten Tierskulpturen. Beim brüllenden Stier wendete Stucki die sogenannte „Fladdertechnik“ an, bei welcher im lederharten Zustand andersfarbige Engobe mit den Händen auf die Grundengobe getropft wird.

Jakob Stucki:
Frau auf Pferd
Keramikdesign
Material: Keramik - Irdenware, frei geformte Figur, Engobemalerei mit Hörnli, Mattglasur
Ankauf: Schenkung Vreneli und Fritz Brügger-Scherz 1989
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Jakob Stucki gilt als Erneuerer der traditionellen Langnauer Bauernkeramik. Neben der bekannten Gebrauchskeramik mit Hörnlimalerei machten ihn seine ab den 50er-Jahren entstandenen freiplastischen Arbeiten international bekannt. Anfangs erntete Stucki damit aber nur Kopfschütteln. Zu ungewohnt und abstrakt waren seine Menschen- und Tiergestalten mit übergrossen Körpern, zu kurzen Beinen und kleinen Köpfen. Das Motiv ‘Frau auf Pferd’ ist in seinem Werk mehrmals zu finden. Das hier gezeigte frühe Beispiel zeigt noch viele Details und bunte Ornamente, die später zugunsten starker Vereinfachung ganz verschwinden.

Hans Thöni:
"Respectez signes et signaux"
Grafikdesign
Material: Plakat
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Hans Thöni leistete einen bedeutenden Beitrag zur schweizerischen Plakatkunst, insbesondere mit seinen Plakaten für die SBB. Dort spielte Thöni ab 1957 eine zentrale Rolle und leitete eine neue Ära der Werbung ein. Das Plakat „Respectez signes et signaux“ reiht sich in diese Schaffensperiode ein. Hans Thöni gestaltete zudem viele Ausstellungen, u.a. die Landesaustellungen 1939 und 1964 und war ein Gründungsmitglied des ersten Verbandes Schweizerische Graphiker (VSG). Nebst zahlreichen Plakaten entwarf Thöni mehrere Briefmarken und wirkte als Buchillustrator und -gestalter.

Hans Thöni:
(Zweiter) II. Grosser Preis der Schweiz für Automobile Bern, 25. August 1935
Grafikdesign
Material: Plakat
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Hans Thöni’s Plakate sind auch heute noch bekannt, vor allem die Werbeplakate für die SBB oder die zur Verkehrssicherheit. Er gestaltete aber auch Ausstellungen, u.a. die Landesausstellungen 1939 und 1964, war als Buchillustrator tätig und entwarf mehrere Briefmarken. In den 30er Jahren schuf er eine Serie von Werbeplakaten für ein Autorennen in Bern. Die rasante Geschwindigkeit des Rennautos scheint auch beinahe die Alpen und die Stadt Bern mitzureissen, welche nur durch das Münster angedeutet wird.

Albert Trauffer:
Wildschwein
Diverse
Material: Nussbaumholz
Masse: 46 x 51 x 23 cm
Ankauf: Ankauf 1905
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Albert Trauffer schuf in der Blütezeit der Brienzer Holzschnitzerei einige bedeutende Werke. 1884 wurde die „Schnitzlerschule“ in Brienz gegründet (heutige Schule für Holzbildhauerei). Das Gewerbemuseum in Bern, dessen Sammlung die Berner Design Stiftung bis heute betreut und erweitert, kaufte damals viele Werke als Vorbilder für die ihr unterstehende Schule und zeigte sie in Ausstellungen. Der Eber in der Brunst ist mit seinem zerzausten Fell und dem bedrohlich geöffnetem Maul ein typisches Beispiel für die naturalistische Darstellungsart und gewann als Schülerarbeit den 2. Preis.

Otto Tschumi:
Langenthaler Porzellan, Leinen, Möbel, Teppiche
Grafikdesign
Material: Plakat
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«Langenthaler Porzellan, Leinen, Möbel, Teppiche»

Porzellanfabrik Langenthal, Leinenweberei Langenthal AG, Möbelwerkstätten G. Anliker, Kokosteppichfabrik Ruckstuhl AG

Gewerbemuseum Bern

Druckerei: Lips & Co. AG, Köniz

Unbekannter Grafiker:
25 Jahre Keramische Fachschule Bern
Grafikdesign
Material: Plakat
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Ausstellung im Gewerbemuseum in Bern

VIENTO:
Kollektionen
Mode- und Textildesign
Material: Baumwolle
Masse: div.
Ankauf: Ankauf 2013
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1986 gründeten Anja Boije und Andrea Hostettler das Modelabel VIENTO. 1994 folgte der Einstieg in das Prêt-à-porter. Seither entwerfen sie jährlich eine Sommer- und Winterkollektion, die in der Schweiz hergestellt wird. 2001 begann eine enge Zusammenarbeit mit der Textildesignerin Sonnhild Kestler: Gedruckt werden die Stoffe bei Mitlödi im Handdruckverfahren. Die aufwändige Linienführung, die gemusterten oder monochromen Stoffe geben ihrem Design den unverwechselbaren Look – Kleider die sich über Jahre tragen und neu kombinieren lassen.

Jacques Widmer:
Berner Jubiläumsschild
Diverse
Material: Bronze gegossen; Zinklegierung (?), getrieben
Ankauf: Ankauf 1892
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1891 feierte die Stadt Bern ihr 700jähriges Bestehen mit einem pompösen Festspiel im Kirchenfeldquartier (Foto). Auf einer riesigen Festbühne wurden Szenen aus der Geschichte der Stadt Bern aufgeführt. Der Berner Goldschmied Jacques Widmer schuf dazu einen Jubiläumsschild, „um ferneren Generationen ein unvergängliches Andenken zu hinterlassen“. Auf dem Schild sind die sechs auf der Festbühne aufgeführten Szenen in Medaillons wieder gegeben, dazwischen sämtliche Berner Zunftwappen. Im Mittelemblem stehen „Helvetia“ und „Berna“ schwesterlich vereint.

Der geschäftstüchtige Jacques Widmer betrieb für den Verkauf eifrig Werbung. Erhalten geblieben sind der Bestellschein und die Beschreibung für den 185.- CHF teuren Schild. Neben Broschen und Medaillen schuf Widmer auch einen Helvetia-Schild für die 600 Jahr-Feier der Eidgenossenschaft, für welche man im selben Jahr den 1. August als Geburtstagsdatum festgelegt hatte.

Der Berner Jubiläumsschild aus unserer Sammlung ist nicht nur ein wichtiges Zeitzeugnis für den aufkommenden Patriotismus, sondern zugleich repräsentativ für den damaligen Handwerkstil.

Marcel Wyss:
swb - form -forum. Ausstellung, Vorträge und Filme über Fragen der Formgebung, veranstaltet von der Ortsgruppe Bern des Schweizerischen Werkbundes SWB, Gewerbemuseum Bern
Grafikdesign
Material: Plakat
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Marcel Wyss war ausgebildeter Werbegrafiker, vor allem aber auch als Maler und Plastiker tätig. Er gehört zu den Vertretern der Konkreten Kunst. Er gab zusammen mit dem Künstler Dieter Roth und dem Poeten Eugen Gomringer die internationale Zeitschrift „Spirale“ für Konkrete Kunst und Gestaltung heraus. Sie erschien zwischen 1953 und 1964 in neun Ausgaben im Eigenverlag in Bern. Sie ist heute ein sehr aufschlussreiches Dokument für die damalige Aufbrauchstimmung in der modernen Gestaltung. Den Zeitgenossen war sie aber zu radikal.

Das Plakat für die Ausstellung des Schweizerischen Werkbundes, die sich intensiv mit Fragen der Formgebung beschäftigte, ist typisch für die präzisen geometrischen Kompositionen von Wyss‘ Formdisziplin.

Othmar Zschaler:
Haarschmuck
Schmuckdesign
Material: Silber
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Othmar Zschaler ist einer der international anerkannten Pioniere des modernen Schmuckgestaltens. Besondere Bedeutung kommt dem 1960 entstandenen Haarschmuck zu, welcher mit seiner aufgebrochenen Fläche die Zeit des Aufbruches dokumentiert. Zschaler erhielt damals dreimal hintereinander das Eidgenössische Stipendium für angewandte Kunst (heute Eidgenössischer Preis für Design). Der Haarschmuck ist eines der Werke, das 1961 bis 1963 an einer Wanderausstellung in den USA zu sehen war.

Katrin Zutter:
M-06 (Solidarität)
Diverse
Material: Langfaseriges Nepalpapier
Ankauf: Ankauf 1996
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Die Natur als massgebende Ordnung des menschlichen Daseins steht im Mittelpunkt des Schaffens von Katrin Zutter. Ihr besonderes Interesse gilt dabei dem Saatgut als Lebensgrundlage. Die Arbeit im Gemüsegarten, die Diskussion um die Gentechnik und ganz allgemein die Frage nach dem Woher unserer Existenz weckten in ihr das Bedürfnis, kleinste Samenkörner genauestens zu beobachten, zu zeichnen und plastisch umzusetzen.

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